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Longstay Visum Thailand beantragen – mit Überraschung!

Non-Immigrant-Visum

War gestern früh in der Königlich Thailändischen Botschaft, wollte dort endlich mein sog. Non-Immigrant O-Visa A, auch Longstay Visum Thailand genannt, beantragen. Das soll gelten für 365 Tage mit mehrfacher Ein- und Ausreise, ohne den sog. Visa-Run, auch Rentner-Visum genannt.

Es gab eine dicke Überraschung vor Ort! Jetzt halt ich euch noch ein wenig mit …der Auflösung hin und gehe meine Gedanken dazu durch. 1. Meine Unterlagen waren, dem Herrgott sei es gedankt, alle vollständig. Allein meine Verdienstbescheinigung wurde länger und genauer betrachtet. Denn ich habe keinen Rentenbescheid, der eigentlich verlangt wird.

2. Die Thais sind vielfach sehr pragmatische Menschen, die sich schnell veränderten Anforderungen anpassen können bzw. Schwierigkeiten und Problemen gerne aus dem Weg gehen und eine andere Lösung suchen oder auch gleich ein anderes Ziel ansteuern, wenn das erste zu schwierig zu errreichen ist.

Die Kehrseite davon ist, dass auch der Farang sich auf diese Mentalität der Thais einstellen muss und ebenso bereit sein, seine Vorgehensweise oder auch seine Ziel zu überdenken und zu ändern. Was hat das jetzt mit dem Visums-Antrag zu tun, wirst du fragen.

Ganz einfach, überall auf der Webseite selbst steht es deutlich und auf dem Antrag, den ich einreichte sogar in roter Schrift, das die postalische Beantragung seit dem 1.1.2013 untersagt ist, weil zu viele Sendungen verloren gegangen seien. Und es wird überdies verlangt, dass man seinen Pass mit dem neuen Visum persönlich in der Botschaft abholen muss. Und als Deutscher, der daran glaubt, dass solche Sätze auch gelten, war ich darauf eingestellt, noch ein zweites Mal hinfahren zu müssen zur Botschaft, um den Pass nach ca. drei Tagen Bearbeitungsdauer abholen zu können. So steht es geschrieben.

Aber ich hatte die Rechnung ohne die Spontanität der Thais gemacht. Die reizende junge Dame fragte mich nach der Antragsannahme, ob ich noch einmal wieder kommen möchte oder ob sie mir den fertigen Pass in drei Tagen per Einschreiben zuschicken solle. Das würde dann noch 4 Euro zusätzlich kosten. Was??? Ich konnte es kaum glauben, jetzt geht es also doch plötzlich per Post, zumindest statt der persönlichen Abholung. Natürlich war ich sofort einverstanden und zahlte insgesamt 134 € statt der 130 für das Visum. Non-Immigrant-Visum

Ich hatte mich fest darauf eingestellt, drei Tage später wieder nach Berlin zu fahren, hatte das Hotel für die Übernachtung bereits gebucht, das Ticket für den Fernbus bezahlt, die Kinderbetreuung organisiert, da meine Frau gleichzeitig verreisen wollte/musste. Und jetzt, ich konnte es wirklich kaum glauben, brauchte ich das alles nicht mehr! Gott sei Dank, denn meine Zeit ist wenige Wochen vor dem Abflug mehr als knapp.

Eine vielleicht typisch deutsche Frage noch zum Schluss: Hätte man das nicht auf der Webseite oder dem Visa-Antrag schreiben können, dass eine postalische Rücksendung doch möglich ist?

Und noch eines: Vielleicht hat die Dame ja auch nur eine inoffizielle Ausnahme gemacht, weil ich so lieb war, alle Unterlagen akkurat geordnet, die Passfotos regelgerecht zugeschnitten und an den richtigen Stlellen eingeklebt hatte etc. Oder vielleicht war ich ihr sympathisch, denn ich mochte sie ja auch gleich sehr. Oder, oder, oder? Wahrscheinlich gehört das aber auch nur in das o. g. Thema, „pragmatische Anpassung der Thais“, egal was gesagt, geschrieben oder in den Richtlinien steht, gemacht wird es dann so wie es gerade passt.

Das heißt für euch dann auch, dass ihr euch auf keinen Fall darauf verlassen solltet, dass euer Pass euch auch per Einschreiben zurück geschickt wird. Das kann sich jeden Tag wieder ändern.

Autor: admin Paul 1

Ich bin Paul. Seit dem Herbst 2013 lebe ich mit meiner Familie in Thailand - erst einmal auf Probe für unbestimmte Zeit. In meinem früheren Leben war ich Industriekaufmann, Student in England, Inhaber eines Schallplattenvertriebs für avantgardistische Rock-Musik, Inhaber einer Partnervermittlung, Lehrer im Knast (Justizvollzugsanstalt) in Bremen und in Düsseldorf, Berufschullehrer in verschiedenen Städten und bin jetzt im vorzeitigen Ruhestand. Und ich weiß aus Erfahrung, dass es mir im warmen Thailand gesundheitlich besser geht, als im oft kalten, dunklen und feuchten Deutschland. Folge mir auf meinem Weg in Süd-Ost-Asien.

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