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Heute Farang-Food gekauft

Montag, 9. Septemer 2013……

Heute Farang-Food gekauft!

Es ist nur ein kleiner Zwischeneinkauf der wichtigsten fehlenden Sachen. Einen größeren Einkauf mit ‚zig 1,5L-Flaschen Wasser, einem Stuhl, Reinigungsmitteln, Toilettenpapier usw. haben wir letzte Woche getätigt und die ganzen Sachen sind mit uns im Taxi für 250 Baht vom Big C+ nach Jomtien gebracht worden. So macht man das hier. Mit dem Baht-Taxi hätten wir drei Mal umsteigen müssen und dann muss man auch jedesmal neu bezahlen, das wären dann allerdings dennoch nur 60 Baht gewesen. Fabi ist wie gesagt noch frei, solange er keinen eigenen Sitzplatz beansprucht.

Unser heutiger Einkauf betrifft nur Farang-Food, wie ich es immer nenne.  Also Lebensmittel, die nur von Farangs (Ausländer, Langnasen, Weiße) gegessen und gekauft werden. Wir fahren zum „Friendship Supermarket“ in der Süd-Pattaya Road. Ein recht großer Supermarkt, der sich auf alles spezialisiert hat, was der Farang sich wünscht und sonst selten oder gar nicht bekommt. Hier gibt es überwiegend europäische Waren oder asiatische, die für Europäer gemacht sind. Und alles sündhaft teuer. Viel Personal, wie meistens in Thailand und die Waren werden einem an der Kasse in kostenlose Plastiktüten eingepackt. Aber das ist hier in allen Supermärkten üblich. Und so geht man immer mit mehreren Plastik-Tüten voll hier heraus. Je mehr desto besser, ist die Devise. Und so werden allein in Thailand jeden Tag Millionen an Plastik-Bags in die Umwelt entlassen und das sieht man leider überall im Land an den Hinterlassenschaften und in den Meeren auch.

Da fällt mir der jetzige Umweltsenator in Bremen ein, der es mal erreichen wollte, dass Plastik-Tüten in bremischen Geschäften tabu sind oder immer weniger zum Einsatz kommen. Greenhorn, würde ich sagen. Eine zu nette Idee, von jemanden, der die Welt und die Dimension des Problems nicht kennt oder ignoriert. Dadurch können die Menschen ihr Gewissen beim Einkauf entlasten, zur Lösung des globalen Problems trägt es nichts, absolut nichts bei.

Meine Frau hat ja in den gut fünf Jahren in Deutschland immer an ihrer Süd-Ost-Isaan-Küche (das ist noch lange nicht Thai-Küche!) festgehalten und dafür Unsummen in die verschieden Asia-Shops in Bremen geschleppt. Das eine oder andere habe ich mit gegessen, z. B. Thai-Fische, Green-Curry-Gerichte. Aber die Isaan-Küche ist doch eine sehr spezielle, einfache und grobschlächtige Küche. Hühnerfüße gekocht, Schweineohren gebraten oder gekocht und monatelang in einen Sud eingelegte Fische (die auch ruhig monatelang draußen im Garten bei jeder Temperatur gestanden haben dürfen) ist nicht mein Geschmack. Das zieht, wie wir im Norden sagen, bei mir den Hering nicht vom Teller.

Und mir geht es nun ähnlich wie ihr, ich kaufe in teuren oder von mir aus auch überteuerten Import-Food-Shops ein. Warum? Wie ich schon kürzlich in einem Post schrieb, habe ich schon immer Probleme mit dem Frühstück hier in Thailand gehabt. Ich mag einfach keine Reissuppe oder Nudelsuppe am Morgen, was die Thais vielfach essen. Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit für mich. Geht da was schief, fängt der ganze Tag schlecht an. Das ist sicherlich auch nur ein Glaubenssatz, aber ein mächtiger.

Außerdem möchte ich gesund essen und das heißt für mich, u. a. wenig tierisches Eiweiß und also wenig Fleisch. Deshalb esse ich seit drei Jahren morgens überwiegend einen Fruchtcocktail der Saison. Ich schneide verschiedene Früchte wie Äpfel, Birnen, Trauben, Erdbeeren, Bananen, Pflaumen, Pfirsiche, Mandarinen, Melonen usw. klein, schütte sie in einen Mixer, tue etwas Saft oder wahlweise Joghurt natur dazu und quirle diesen kurz. Das Ergebnis ist meistens sehr lecker für mich. Oft kommen auch noch andere Sachen hinzu wie ein Stück rote Paprika, ein bisschen Salat, ein Hauch Zitronensaft oder etwas Müsli, Leinsamen oder Haferkleie.

So habe ich jetzt erst einmal für mich einen Kompromiss festgelegt, …

Wie es weitergeht, gibt es morgen hier zu Lesen.

Autor: admin Paul 1

Ich bin Paul. Seit dem Herbst 2013 lebe ich mit meiner Familie in Thailand - erst einmal auf Probe für unbestimmte Zeit. In meinem früheren Leben war ich Industriekaufmann, Student in England, Inhaber eines Schallplattenvertriebs für avantgardistische Rock-Musik, Inhaber einer Partnervermittlung, Lehrer im Knast (Justizvollzugsanstalt) in Bremen und in Düsseldorf, Berufschullehrer in verschiedenen Städten und bin jetzt im vorzeitigen Ruhestand. Und ich weiß aus Erfahrung, dass es mir im warmen Thailand gesundheitlich besser geht, als im oft kalten, dunklen und feuchten Deutschland. Folge mir auf meinem Weg in Süd-Ost-Asien.

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